Beim Kauf einer Liegenschaft geht es um hohe Beträge. Wer den Kaufpreis überweist, möchte sicher sein, dass im Gegenzug das lastenfreie Eigentum tatsächlich auf ihn übergeht. Genau dieses Spannungsverhältnis löst die Abwicklung über einen Treuhänder: Sie zahlen nicht direkt an den Verkäufer, sondern an eine neutrale Stelle, die das Geld erst freigibt, wenn Ihr Eigentumserwerb gesichert ist.
Dieser Beitrag erklärt, wie die Kaufpreiszahlung über Treuhand funktioniert. Im Mittelpunkt stehen der Treuhänder und der Treuhandauftrag, das Anderkonto, die Auszahlungsbedingungen und die zusätzliche Sicherung über die elektronische Treuhandeinrichtung der Rechtsanwaltskammer. Außerdem zeigen wir, wie eine Bankfinanzierung in die Treuhand passt.
Aus anwaltlicher Sicht ist die Treuhandabwicklung der Kern einer sicheren Kaufabwicklung. Eine Direktzahlung ohne Treuhand verlagert das Risiko auf den Käufer und sollte die Ausnahme bleiben. Wer die Bedingungen kennt, kann beurteilen, ob die eigene Abwicklung wirklich abgesichert ist.