Für die erste Prüfung brauchen Sie den vollständigen Beschluss, den aktuellen Grundbuchauszug und, falls vorhanden, die Eintragungsmitteilung. Vergleichen Sie die Bezeichnung des Rechts, die Personendaten, die Anteile, die betroffene Einlagezahl und allfällige Bedingungen. Eine bloße Zusammenfassung des Beschlusses reicht für diesen Vergleich nicht.
Markieren Sie die Stelle, an der der eingetragene Text vom bewilligten Inhalt abweicht. Notieren Sie außerdem, wann der Beschluss ergangen ist, wann die Eintragung vorgenommen wurde und wann der Fehler aufgefallen ist. Diese Chronologie hilft bei der Unterscheidung zwischen einem laufenden und einem abgeschlossenen Eintragungsvorgang.
Die Abweichung muss vom Inhalt des Beschlusses ausgehen. Wenn der Grundbuchstand dem Beschluss entspricht, aber der Beschluss selbst den Kaufvertrag oder die Rechtslage nach Ihrer Ansicht falsch beurteilt, ist das eine andere Frage. Für die weitere Prüfung müssen dann die maßgebliche Rechtsgrundlage und der konkrete Verfahrensschritt getrennt werden.